top of page

"Mach ein Gesicht in dein Kartoffelpüree"

  • 7. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Kurt Vonnegut gab einer Gruppe von Highschool-Schülern diesen Ratschlag, wie sie ihr Leben bestmöglich gestalten können:


Das Zitat

„Übe jede Kunstform aus, sei es Musik, Gesang, Tanz, Schauspielerei, Zeichnen, Malen, Bildhauerei, Poesie, Fiktion, Essays oder Reportage, egal wie gut oder schlecht, nicht um Ruhm und Geld zu erlangen, sondern um das Werden zu erfahren, um herauszufinden, was in dir steckt, um deine Seele wachsen zu lassen.“

Im Ernst! Fangt jetzt sofort an, Kunst zu machen, und zwar euer ganzes Leben lang. Zeichnet ein lustiges oder nettes Bild von [eurer Lehrerin] und schenkt es ihr.


Nach der Schule nach Hause tanzen, unter der Dusche singen und so weiter.

Verzieh ein Gesicht in dein Kartoffelpüree. Stell dir vor, du wärst Graf Dracula.


Hier ist eine Aufgabe für heute Abend, und ich hoffe, [dein Lehrer] lässt dich durchfallen, wenn du sie nicht erledigst: Schreib ein sechszeiliges Gedicht, über irgendetwas, aber es muss sich reimen. Kein fairer Tennisplatz ohne Netz. Mach es so gut wie möglich. Aber erzähl niemandem davon. Zeig es niemandem und trag es niemandem vor, nicht einmal deiner Freundin, deinen Eltern oder sonst wem.


Zerreiße es in winzige Stücke und wirf sie in weit voneinander entfernte Mülleimer. Du wirst feststellen, dass du für dein Gedicht bereits reichlich belohnt wurdest. Du hast eine Entwicklung durchgemacht, viel über dein Inneres gelernt und deine Seele wachsen lassen.

Abigail entdeckt Gloria im Zaubergarten
Abigail spots Gloria in the Magic Garden

Ich liebe diesen Brief. Er trifft einen Kernpunkt der Kunst.


Kunst beginnt mit Spiel. Und Neugier. Es ist der Impuls, etwas zu erschaffen, einfach weil man Lust dazu hat.


Kinder verstehen das instinktiv. Erwachsene verlernen es langsam.


Und genau deshalb wirkt „Mach ein Gesicht in deinem Kartoffelpüree“ so bedeutsam.


bottom of page